PowerPanel® Business Management in  VMware Umgebungen richtig einsetzen

22.07.26 09:34 AM Von Athanasia Balkoura



PowerPanel® Business Management in VMware-Umgebungen richtig einsetzen

PowerPanel® Business Management in VMware Umgebungen richtig einsetzen

PowerPanel® Business Management kann VMware vCenter Umgebungen, ESXi Hosts, virtuelle Maschinen sowie mehrere USV Systeme zentral überwachen und bei einem Stromausfall einen geregelten Shutdown initiieren.

Entscheidend ist dabei eine saubere Planung der Stromversorgung, der Shutdown Reihenfolge und des Installationsorts von PowerPanel® Business Management.

Wichtiger Hinweis: PowerPanel® Business Management kann sowohl auf einem separaten physischen PC oder Server als auch innerhalb einer virtuellen Maschine installiert werden. Die Installation auf einem separaten System außerhalb des VMware Clusters ist jedoch die empfohlene Variante.

Installation auf separatem System oder als VM

Für eine möglichst hohe Betriebssicherheit sollte PowerPanel® Business Management auf einem separaten PC oder Server installiert werden, der nicht Bestandteil des zu überwachenden VMware Clusters ist.

Dadurch bleibt die PowerPanel® Business Management Software bis zum Abschluss der gesamten Shutdown-Sequenz verfügbar und wird nicht vorzeitig zusammen mit einer virtuellen Maschine oder einem ESXi-Host heruntergefahren.

Falls kein separates System verfügbar ist, kann PowerPanel® Business Management auch als virtuelle Maschine innerhalb des VMware Clusters betrieben werden.

  • Der ESXi Host mit der PowerPanel® Management VM sollte als letzter Host heruntergefahren werden.
  • Die PowerPanel® Management VM darf nicht als reguläre VM für einen vorzeitigen Shutdown ausgewählt werden.
  • Die Management VM muss aktiv bleiben bis die übrigen VMs und ESXi Hosts heruntergefahren wurden.
  • Die Management VM wird zusammen mit dem zuletzt herunterfahrenden ESXi Host ausgeschaltet.
  • Netzwerk, DNS, vCenter und die Kommunikation zu den RMCARDs müssen bis zum Abschluss der Sequenz verfügbar bleiben.

VMware Cluster mit redundanter USV-Versorgung

PowerPanel® Business Management kann ein VMware Cluster mit zwei redundant eingesetzten USV Systemen als 1+1-Stromversorgung verwalten.

Bei korrekter Zuordnung der beiden Stromquellen wird der Cluster nicht heruntergefahren, wenn nur eine USV ihre Eingangsspannung verliert. Die Shutdown-Sequenz wird erst gestartet, wenn die redundante Stromversorgung nicht mehr gewährleistet ist.

Beispiel: Verfügen ESXi Hosts und SAN jeweils über zwei redundante Netzteile, sollte ein Netzteil an USV 1 und das zweite Netzteil an USV 2 angeschlossen werden. Beide USV Systeme müssen anschließend korrekt innerhalb von PowerPanel® Business Management zugeordnet werden.

Empfohlene Shutdown Reihenfolge

Für VMware Cluster mit gemeinsamem SAN-Speicher sollte die Shutdown-Reihenfolge projektbezogen geplant und vollständig getestet werden.

  • Erkennung eines anhaltenden Stromausfalls
  • Prüfung der redundanten USV Versorgung
  • Geregelter Shutdown der virtuellen Maschinen über vCenter
  • Shutdown der ESXi Hosts
  • Shutdown des SAN Systems über einen kundenspezifischen Befehl oder ein Skript
  • Optionales Abschalten der USV-Ausgänge nach Abschluss der Sequenz

Die genaue Reihenfolge für den SAN Shutdown hängt vom eingesetzten Speichersystem, dessen Herstelleranforderungen und der verfügbaren Schnittstelle ab.

Funktionsübersicht

KundenanforderungUnterstützungHinweis für die Projektierung
Zentrale Überwachung mehrerer USVsJaMehrere USVs, PDUs, ATS und Systeme können zentral überwacht werden.
VMware vCenter einbindenJavCenter sowie die zugehörigen VMs und ESXi Hosts müssen in PowerPanel® Business Management hinzugefügt werden.
Virtuelle Maschinen über vCenter herunterfahrenJaDie Shutdown Sequenz wird zentral über die VMware Umgebung ausgelöst.
ESXi Hosts nach den VMs herunterfahrenJaVerzögerungszeiten und Reihenfolge müssen passend konfiguriert werden.
Zwei USVs als redundante 1+1-VersorgungJaEin Shutdown erfolgt nicht automatisch beim Ausfall nur einer USV, sofern die 1+1-Konfiguration korrekt eingerichtet ist.
Mehrere Shutdown-KonfigurationenJaAlle PowerPanel® Business Management Lizenzstufen unterstützen mehrere Shutdown-Konfigurationen.
Vier USV-Systeme verwaltenJaFür vier USV-Systeme ist eine PowerPanel® Business Management Level 1 Lizenz ausreichend.
Separate Szenarien für Serverraum, Core-Switche und BackupJaFür jeden Bereich kann eine eigene Shutdown und Ereigniskonfiguration erstellt werden.
SAN kontrolliert herunterfahrenVoraussichtlich über Skript oder Befehl Die Umsetzung hängt vom SAN-Hersteller, dem Modell und der verfügbaren Schnittstelle ab. Das Szenario muss vorab geprüft und in der Kundenumgebung vollständig getestet werden.
NAS oder Tape Loader herunterfahrenGeräteabhängigDie unterstützte Shutdown Methode muss vorab mit dem jeweiligen Hersteller geprüft werden.
PowerPanel® Business Management als VM betreibenJaDer Host mit der Management VM muss als letzter ESXi Host heruntergefahren werden.
PowerPanel® Business Management auf separatem System betreibenJa, empfohlenDies ist die bevorzugte und betriebssicherste Installationsvariante.
Automatischer Wiederanlauf der UmgebungProjektabhängigDie Startreihenfolge von Netzwerk, SAN, ESXi, vCenter und VMs muss separat geplant werden.

Lizenz

Für eine Umgebung mit insgesamt vier USV-Systemen ist eine PowerPanel® Business Management Level 1 Lizenz ausreichend.

Alle PowerPanel® Business-Management Lizenzstufen unterstützen mehrere Shutdown Konfigurationen. Die erforderliche Lizenzstufe richtet sich daher in erster Linie nach der Anzahl der zu verwaltenden Stromversorgungsgeräte.

Praxisbeispiel: Eine Level 1 Lizenz kann für vier USV-Systeme verwendet werden, auch wenn diese auf mehrere Bereiche verteilt sind und unterschiedliche Shutdown-Szenarien für VMware, Core Switche und Backup Systeme benötigen.

Wichtige Hinweise vor der Inbetriebnahme

Vor der produktiven Nutzung muss ein vollständiger Shutdown Test durchgeführt werden. Dabei sollten nicht nur die virtuellen Maschinen und ESXi Hosts, sondern auch Netzwerk, SAN, NAS, Tape Loader und weitere abhängige Systeme berücksichtigt werden.

Advisory: Kundenspezifische Skripte, externe Speicherlösungen und redundante Stromversorgungsszenarien sollten niemals ohne vorherigen Funktionstest verbindlich zugesagt werden.

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