
PowerPanel® Business Management in VMware Umgebungen richtig einsetzen
PowerPanel® Business Management kann VMware vCenter Umgebungen, ESXi Hosts, virtuelle Maschinen sowie mehrere USV Systeme zentral überwachen und bei einem Stromausfall einen geregelten Shutdown initiieren.
Entscheidend ist dabei eine saubere Planung der Stromversorgung, der Shutdown Reihenfolge und des Installationsorts von PowerPanel® Business Management.
Installation auf separatem System oder als VM
Für eine möglichst hohe Betriebssicherheit sollte PowerPanel® Business Management auf einem separaten PC oder Server installiert werden, der nicht Bestandteil des zu überwachenden VMware Clusters ist.
Dadurch bleibt die PowerPanel® Business Management Software bis zum Abschluss der gesamten Shutdown-Sequenz verfügbar und wird nicht vorzeitig zusammen mit einer virtuellen Maschine oder einem ESXi-Host heruntergefahren.
Falls kein separates System verfügbar ist, kann PowerPanel® Business Management auch als virtuelle Maschine innerhalb des VMware Clusters betrieben werden.
- Der ESXi Host mit der PowerPanel® Management VM sollte als letzter Host heruntergefahren werden.
- Die PowerPanel® Management VM darf nicht als reguläre VM für einen vorzeitigen Shutdown ausgewählt werden.
- Die Management VM muss aktiv bleiben bis die übrigen VMs und ESXi Hosts heruntergefahren wurden.
- Die Management VM wird zusammen mit dem zuletzt herunterfahrenden ESXi Host ausgeschaltet.
- Netzwerk, DNS, vCenter und die Kommunikation zu den RMCARDs müssen bis zum Abschluss der Sequenz verfügbar bleiben.
VMware Cluster mit redundanter USV-Versorgung
PowerPanel® Business Management kann ein VMware Cluster mit zwei redundant eingesetzten USV Systemen als 1+1-Stromversorgung verwalten.
Bei korrekter Zuordnung der beiden Stromquellen wird der Cluster nicht heruntergefahren, wenn nur eine USV ihre Eingangsspannung verliert. Die Shutdown-Sequenz wird erst gestartet, wenn die redundante Stromversorgung nicht mehr gewährleistet ist.
Empfohlene Shutdown Reihenfolge
Für VMware Cluster mit gemeinsamem SAN-Speicher sollte die Shutdown-Reihenfolge projektbezogen geplant und vollständig getestet werden.
- Erkennung eines anhaltenden Stromausfalls
- Prüfung der redundanten USV Versorgung
- Geregelter Shutdown der virtuellen Maschinen über vCenter
- Shutdown der ESXi Hosts
- Shutdown des SAN Systems über einen kundenspezifischen Befehl oder ein Skript
- Optionales Abschalten der USV-Ausgänge nach Abschluss der Sequenz
Die genaue Reihenfolge für den SAN Shutdown hängt vom eingesetzten Speichersystem, dessen Herstelleranforderungen und der verfügbaren Schnittstelle ab.
Funktionsübersicht
| Kundenanforderung | Unterstützung | Hinweis für die Projektierung |
|---|---|---|
| Zentrale Überwachung mehrerer USVs | Ja | Mehrere USVs, PDUs, ATS und Systeme können zentral überwacht werden. |
| VMware vCenter einbinden | Ja | vCenter sowie die zugehörigen VMs und ESXi Hosts müssen in PowerPanel® Business Management hinzugefügt werden. |
| Virtuelle Maschinen über vCenter herunterfahren | Ja | Die Shutdown Sequenz wird zentral über die VMware Umgebung ausgelöst. |
| ESXi Hosts nach den VMs herunterfahren | Ja | Verzögerungszeiten und Reihenfolge müssen passend konfiguriert werden. |
| Zwei USVs als redundante 1+1-Versorgung | Ja | Ein Shutdown erfolgt nicht automatisch beim Ausfall nur einer USV, sofern die 1+1-Konfiguration korrekt eingerichtet ist. |
| Mehrere Shutdown-Konfigurationen | Ja | Alle PowerPanel® Business Management Lizenzstufen unterstützen mehrere Shutdown-Konfigurationen. |
| Vier USV-Systeme verwalten | Ja | Für vier USV-Systeme ist eine PowerPanel® Business Management Level 1 Lizenz ausreichend. |
| Separate Szenarien für Serverraum, Core-Switche und Backup | Ja | Für jeden Bereich kann eine eigene Shutdown und Ereigniskonfiguration erstellt werden. |
| SAN kontrolliert herunterfahren | Voraussichtlich über Skript oder Befehl | Die Umsetzung hängt vom SAN-Hersteller, dem Modell und der verfügbaren Schnittstelle ab. Das Szenario muss vorab geprüft und in der Kundenumgebung vollständig getestet werden. |
| NAS oder Tape Loader herunterfahren | Geräteabhängig | Die unterstützte Shutdown Methode muss vorab mit dem jeweiligen Hersteller geprüft werden. |
| PowerPanel® Business Management als VM betreiben | Ja | Der Host mit der Management VM muss als letzter ESXi Host heruntergefahren werden. |
| PowerPanel® Business Management auf separatem System betreiben | Ja, empfohlen | Dies ist die bevorzugte und betriebssicherste Installationsvariante. |
| Automatischer Wiederanlauf der Umgebung | Projektabhängig | Die Startreihenfolge von Netzwerk, SAN, ESXi, vCenter und VMs muss separat geplant werden. |
Lizenz
Für eine Umgebung mit insgesamt vier USV-Systemen ist eine PowerPanel® Business Management Level 1 Lizenz ausreichend.
Alle PowerPanel® Business-Management Lizenzstufen unterstützen mehrere Shutdown Konfigurationen. Die erforderliche Lizenzstufe richtet sich daher in erster Linie nach der Anzahl der zu verwaltenden Stromversorgungsgeräte.
Wichtige Hinweise vor der Inbetriebnahme
Vor der produktiven Nutzung muss ein vollständiger Shutdown Test durchgeführt werden. Dabei sollten nicht nur die virtuellen Maschinen und ESXi Hosts, sondern auch Netzwerk, SAN, NAS, Tape Loader und weitere abhängige Systeme berücksichtigt werden.

